Von der Straße auf die Schiene

05/10/2016

Deutschlands höchsten Gipfel erreichen Besucher auch während der Bauarbeiten zur neuen Seilbahn Zugspitze dank Zahnradbahn und Gletscherbahn. Und das selbst dann, wenn die bestehende Seilbahn ab April 2017 außer Betrieb genommen wird.  In dieser Phase setzt die Bayerische Zugspitzbahn zur Verstärkung des Fahrbetriebs eine zusätzliche, neu angeschaffte Berglok ein. Dabei handelt es sich um eine vierachsige, reine Zahnradlok, die nur zwischen den Bahnhöfen Grainau und Zugspitzplatt zum Einsatz kommen wird. Angefertigt wurde die neue Berglok von der Stadler Bussnang AG, zu deren Kunden unter anderem auch die Berner Oberland Bahn und die Jungfraubahn aus der Schweiz gehören.

Die Anforderungen an die neue Lok sind hoch. Schließlich geht es für das Fahrzeug mitunter täglich auf Deutschlands höchsten Berg. Und diese Bergstrecke hat es in sich: Die Maximalsteigung beträgt stellenweise bis zu 25 Prozent. Dabei muss die neue Lok bis zu 40 Tonnen bergwärts schieben können, um für Transportfahrten zur Versorgung der Baustelle aber auch die wöchentlichen Lebensmittellieferungen eingesetzt werden zu können. Mit einer Länge von 12,53 Meter und einer Dienstmasse von 32 Tonnen ist die neue Berglok zudem ein echtes Schwergewicht.

Ab Frühjahr 2017 erhöht sie im Verbund mit den bestehenden Zügen die Beförderungskapazität im Halbstundentakt vom Eibsee zum Zugspitzplatt.