Baubeginn für den neuen Zugspitzbahnhof

Bis Dezember 2020 entsteht in der Olympiastraße 31 der neue Zugspitzbahnhof Garmisch-Partenkirchen.

Auf einer Fläche von rund 3.300 Quadratmetern werden vis-a-vis des Olympia-Eissport-Zentrums nicht nur der Bahnhof samt Bahnsteigebene, sondern auch neue Verwaltungsräumlichkeiten mit Platz für bis zu 70 Mitarbeiter errichtet.

Die Eröffnung ist für Dezember 2020 geplant. Bahnhofsgebäude und Verwaltungstrakt werden mit rund 7,5 Millionen Euro projektiert. Die Bahnhofstechnik inklusive der Gleisverlegungsmaßnahmen schlägt mit weiteren 1,5 Millionen Euro zu Buche.

In einem zweiten Bauabschnitt sieht die Bayerische Zugspitzbahn auf dem gleichen Areal auch die Errichtung eines eigenen Hotels und/oder Mitarbeiterunterkünfte vor.

Architektonisches Konzept: Form und Funktion

Der neue Zugspitzbahnhof verbindet Funktionalität, zeitgemäßes Design sowie hochwertige Materialien. Er präsentiert sich modern und im Einklang mit der Natur – und wird damit dem Selbstverständnis des Unternehmens gerecht. Dies findet Ausdruck in der klaren Linienführung, die das Gebäude harmonisch in die Umgebung einbettet, ohne dass dabei der Blick auf das Bergpanorama verloren geht. Dasselbe betont auch seine Materialität, hier kommen Naturstein, Holz, Glas und Stahl zum Einsatz.

Die Fassade wird von schwarz emailliertem Glas und Holzlamellen geprägt. Im Glas spiegeln sich je nach Betrachtungswinkel Himmel und Berge, wodurch ein Gefühl der Transparenz entsteht. Die horizontal angebrachten Holzlamellen, die nicht nur als attraktive Gestaltungselemente, sondern auch als Sonnenschutz dienen, ermöglichen dem Betrachter sowohl von außen als auch von innen, den Blick ohne Unterbrechung schweifen zu lassen. Außerdem korrespondieren sie mit der Holzfassade des gegenüber stehenden Olympia-Eissport-Zentrums. Auf diese Weise entsteht optisch eine harmonische Einheit.

Auf der funktionalen Ebene stehen zwei Hauptaspekte im Fokus des Konzepts: Technisch auf dem neuesten Stand, bietet das Verwaltungsgebäude effizienzfördernde und gleichzeitig angenehme Arbeitsatmosphäre für die Mitarbeiter der Bayerischen Zugspitzbahn. Das Gebäude erstreckt sich auf insgesamt 4 Ebenen (Keller und 3 oberirdische Geschosse). Das Erdgeschoss bilden zwei nicht miteinander verbundene Gebäudeteile (Kassenhalle und Zugang zur Verwaltung), auf denen die weiteren zwei Obergeschosse aufgesetzt sind. So entsteht ein überdachter Bereich mit optimierter Besucherlenkung für Fahrgäste.

Durch die komplette Verglasung und vertikale Verbindung des Erdgeschosses mit dem ersten Obergeschoss bietet die  Kassenhalle einen luftigen, großzügigen Empfang für Fahrgäste, die anschließend über einen anderen Zugang den überdachten Wartebereich betreten können. Ihrem Komfort dient auch ein zu den Gleisen hin errichtetes Vordach. Die zwei Obergeschosse sind ausschließlich den Mitarbeitern der Bayerischen Zugspitzbahnen vorbehalten. Sie beherbergen Büros, Besprechungszimmer, einen geräumigen Aufenthaltsraum, Küche, Sanitärräume etc. In den Verwaltungsräumlichen sind die Abteilungen Personal, Marketing, Verrechnung/Kasse, Personalvertretung, Vorstand, technische Leitung, Bauabteilung und Controlling untergebracht.

Hintergründe zum Neubau

Der Zugspitzbahnhof in Garmisch-Partenkirchen dient vielen Gästen der Bayerischen Zugspitzbahn als erste Anlaufstelle und nimmt eine immer wichtigere Bedeutung für das Bergbahnunternehmen ein. Während im Geschäftsjahr 2014/2015 rund 150.000 Besucher an diesem Bahnhof ihren Ausflug auf die Zugspitze oder ins Gebiet Garmisch-Classic starteten, verzeichnete die Bayerische Zugspitzbahn im letzten Geschäftsjahr dort bereits knapp 190.000 Erstzutritte. Durch die direkte Anbindung an den DB Bahnhof Garmisch-Partenkirchen und die ganzjährig bestehende Kooperation mit der Deutschen Bahn wird die Anreise mit dem Zug für viele Gäste der Bayerischen Zugspitzbahn immer attraktiver. 

Der jetztige Zugspitzbahnhof Garmisch-Partenkirchen wurde im Jahr 1929 errichtet, mehrmals umgebaut bzw. erweitert und entspricht nicht den Standards des 21. Jahrhunderts.

Freuen dürfen sich die Gäste des Bergbahnunternehmens ab 2020 auf eine deutliche Komfort- und Qualitätssteigerung ihres Besuches. Das neue, rollstuhlgerechte Bahnhofsgebäude setzt optisch auf Glas- und Holzelemente und bietet neben einer zeitgemäßen Infrastruktur inklusive Blindenleitsystem auch einen überdachten Bahnsteig. 

„Die aktuelle Situation am Zugspitzbahnhof in Garmisch-Partenkirchen ist weder für unsere Gäste, noch für unsere Mitarbeiter tragbar. Der Neubau katapultiert uns sprichwörtlich von der Steinzeit in die Moderne“, so Matthias Stauch, Kaufmännischer Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn.

Baustellen-Webcam

Wer den Baufortschritt am neuen Zugspitzbahnhof live mitverfolgen möchte, hat über die eigens eingerichtete Baustellen-Webcam die Möglichkeit dazu.

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